Rational-Emotive-Therapie (RET) nach Ellis
Das ABC der Psychotherapie
„Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen,
sondern die Meinungen über die Dinge."
Epiktet - Handbüchlein der Moral
Warum haben Menschen Angst vor Spinnen, obwohl sie wissen, dass Spinnen ungefährlich sind? Warum meinen Menschen, sie können nicht mit dem Rauchen aufhören, obwohl sie es 20mal am Tag tun? Warum fühlen sich Menschen wertlos, obwohl sie erfolgreich sind? Warum waschen sich Menschen 30mal am Tag die Hände, wenn diese nicht schmutzig sind? ... Das macht doch keinen Sinn! Das ist doch unvernünftig ... irrational ...
Die Beispiele verdeutlichen eine grundlegende Erkenntnis der Psychotherapie: Viele psychische und psychosomatische Störungen (Ängste, Zwänge, Depressionen, Beziehungsprobleme, etc) werden durch „irrationale“ Überzeugungen bzw. Bewertungsmuster hervorgerufen. Hierauf beruht die Rational-Emotive Therapie nach Albert Ellis (RET). Ziel der RET ist es, die irrationalen (selbstschädigenden, nicht zielführenden) Gedanken zu erkennen und zu verändern. Sie hat sich in der Praxis vielfältig bewährt und ihre Grundprinzipien sind klar strukturiert, griffig und einfach zu vermitteln.
Die Rational-Emotive Therapie baut auf dem sogenannten ABC-Modell auf. Ein auslösendes Ereignis (A=activating event), wie z. B. der Tod eines Familienangehörigen, wird aufgrund bewusster oder unbewusster Überzeugungen, Bewertungsmuster, Einstellungen oder Lebensregeln (B=beliefs oder belief systems) bewertet. Diese Bewertung der Ereignisse ruft als Konsequenz (C=consequences) dann emotionale Reaktionen und Verhaltensweisen (z. B. Trauer, Sorge, Angst) hervor. D.h., dass die Bewertung eines Ereignisses die emotionalen Reaktionen und Verhaltensweisen bestimmt.
Workshop
Im Workshop erfolgt eine fundierte, praxisorientierte Einführung in die Grundprinzipien der RET, insbesondere hinsichtlich ihrer Theorie, ihrer Philosophie und ihrer Therapieform. Durch die theoretischen und praktischen Anteile im Workshop sind die Teilnehmer danach befähigt, die RET in der Praxis anzuwenden.
- Sie sind in der Lage dysfunktionale Gedankenprozesse (z. B. „irrationale Überzeugungen“) des Klienten, die zu seiner psychischen Störung geführt haben könnten, zu erkennen und entsprechend zu intervenieren.
- Sie können den erforderlichen kognitiven Lernprozess mit dem Klienten gemeinsam entwickeln und ihn strukturiert bis hin zu einer konstruktiven Selbst- und Fremdannahme begleiten.
Der Workshop findet an zwei Wochenenden (jeweils Samstag/Sonntag, 09.00-17.00 Uhr) statt. Da die Inhalte aufeinander aufbauen, sind sie nur als Ganzes zu buchen.
Themenschwerpunkte
- Grundprinzipien und ihre Vermittlung an den Klienten
- Therapeutische Strategien; was sollte der Therapeut mitbringen und was sollte er vermeiden
- Erarbeitung des ABC-Modells
- Disputation
- Hausaufgaben für den Klienten im Rahmen eines kognitiven Lernsystems
- Therapieverlauf
- Praktische Übungen
Der Workshop wendet sich an
Heilpraktiker und HP-Anwärter, Heilpraktiker für Psychotherapie und Anwärter sowie Vertreter von beratenden und psychotherapeutisch arbeitenden Berufen. Psychische Stabilität und die Bereitschaft zur Selbsterfahrung sind Teilnahmevoraussetzung.
Ausbilder
Bernd Lefarth
Heilpraktiker (Psychotherapie)
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Lutz Siemer
Heilpraktiker, Dipl.-Psychologe, Geopathologe
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