Projekt Sri Lanka - Hintergrund

Heilpraktikerschule Westfalen und Freunde helfen Waisenhäsern in Sri Lanka

Waiseninder in Sri Lanka Heilpraktikerschule Westfalen und Freunde helfen Waisenhäusern in Sri Lanka Im Winter 2006 haben mein Mann und ich kurz entschlossen einen Urlaub in der Sonne gebucht. Sri Lanka - zum ersten Mal dort, ohne viel Wissen über dieses Land und über die Menschen aber mit dem Wissen, dass auch dieses Land vor nun mehr als 2 Jahren von dem verheerenden Tsunami heimgesucht wurde.
Wir sind in Columbo gelandet und dann vom Hotel-Shuttle nach Beruwela gebracht worden.
Schon auf diesem Weg haben wir so viel Armut gesehen, wie wir es uns vorher nicht vorgestellt haben. Der Fahrer erzählte uns auf dieser 2 Stunden-Fahrt sehr viel über das Leben und die Menschen , sodass unsere Neugierde geweckt wurde und es war abzusehen , dass dieser Urlaub sicher nicht nur ein "Sonnenurlaub" werden sollte.

Das Hotel war ok. Schon beim ersten Strandgang wurden wir von einer Menge von "Beach-Boys" angesprochen, die ihr Leben damit verdingen, Touristen das Land zu zeigen und Fahrten mit dem Kleinbus oder mit Booten zu verkaufen. Erschöpft von der Fahrt haben wir natürlich erst einmal alle abgewimmelt. Nur ein Beach-Boy, der unsere Sprache sehr gut beherrschte und nicht so aufdringlich war, ist uns im Gedächtnis geblieben.
Bei einem Strandgang am kommenden Tag sind wir mit diesem Mann in näheren Kontakt gekommen und wir haben ihn, Henry (Neel) gebeten uns viel zu erzählen, uns die Sehenswürdigkeiten in der Nähe, die Städte und die Tempel zu zeigen und das wirkliche Leben hier nahe zu bringen.

"Absolute Armut und
Zerstörung durch den Tsunami!"

Tag für Tag hat uns Henry gezeigt, was ihm am Herzen lag. Eine Klosterinsel, Flüsschen die von Mangroven-Urwäldern überzogen waren, die nahe liegenden Städte, die schönsten Strände, eine Schildkröten-Aufzuchtstation... Das volle Programm aber er hat uns überall auch die Ränder der Medaille gezeigt. Die absolute Armut und die noch vorhandene Zerstörung durch den Tsunami vor 2 Jahren. Was wir dort gesehen haben hat uns sehr erschreckt. Natürlich hatten wir schon die vielen Hotels neben unserem am Strand gesehen, die zerstört dastanden und nach der großen Welle nicht mehr hergerichtet wurden, wie Denkmäler des Schreckens.
Aber dort, wo die einheimischen Menschen von diesem Schicksal überrannt wurden, da sah es auch nach 2 Jahren noch so furchtbar aus. Die kleinen Häuser ohne Dächer, ohne Fenster, mit fehlenden Hauswände und die, die noch standen, waren schwarz von Schimmel. Überall noch Schotter, Steine, Schlammmassen, Berge von zerstörten Möbeln und allen anderen Dingen, die aus den Häusern geschwemmt worden sind - alles aufgetürmt.

Wir sahen in diesen Ruinen, in dem "Müll und Dreck" Kinder und natürlich auch Erwachsene leben, liegen aber auch lachen - ja, lachen. Es war beeindruckend wie diese Menschen mit Ihrer Situation leben, in einer für uns westlichen Menschen unvorstellbaren Armut und trotzdem oder gerade deswegen mit den Augen strahlen und lachen können. Vielleicht glücklich, weil Sie das Wichtigste noch besitzen, Ihr Leben und Vertrauen.

Kind mit Hilfspaket Henry, unser Führer, kennt jeden auf der Insel und so auch seinen Cousin, den Bürgermeister von Aluthgama. Beide setzen sich sehr stark für die Armen ein und unterstützen mit der Sisu Nena Pradeepa Foundation 4 Waisenheime, Altenheime und die Schule, an der der Bürgermeister auch Lehrer ist. Auf Sri Lanka wird ein Bürgermeister an seinen guten Taten gemessen, was wir sehr bemerkenswert finden. Aus diesem Grund bewegt er auch sehr viel und fast immer mit der Unterstützung von Henry. So sorgen sie dafür, dass Heime wieder aufgebaut werden (Wir haben ein Heim gesehen, das komplett zerstört wurde und in dem 130 Kinder bei dem Tsunami ums Leben gekommen sind), Sanitäranlagen installiert werden, die Kinder versorgt und eingekleidet werden, die Schulen wieder ausgestattet werden und vielleicht auch einen Schulcomputer bekommen .... Als Henry uns erzählte, dass man mit genau 7,00 € einem Kind Kleidung, Sandalen und Schulbücher kaufen kann haben wir natürlich sofort eine Spende gemacht. Mit 300 € haben wir Weihnachten 2006 42 Kinder einkleiden und Schulbücher kaufen können. Das Geld ist ohne Abzüge für Administration, wie dies bei den großen Hilfsorganisationen üblich ist, direkt an die Kinder gegangen und schon eine Woche später sind diese Kinder ausgestattet worden. Zu sehen, wie direkt diese Hilfe ankommt und zu sehen, wie sich die Kinder freuen, hat uns sehr glücklich gemacht. Zum Dank hat der Bürgermeister persönlich für uns heimische Lieder gesungen und auf seiner Trommel begleitet. Das war ein sehr prägendes Erlebnis und wir haben versprochen wieder zu kommen und Spenden zu sammeln.

"Mit wenig viel erreichen!"

Nun ist es soweit und am 18.06.2007 fahren wir wieder nach Sri Lanka um unsere neu gewonnen Freunde zu besuchen und der Foundation persönlich Geld für die Waisenhäuser zu bringen.

Die Heilpraktikerschule Westfalen und Freunde helfen Waisenhäusern auf Sri Lanka.

Je mehr Freunde wir mit diesem Projekt gewinnen, um so mehr Kinder können wir dort unterstützen.

Herzlichst

Ihre Tanja Plattfaut